Rudof Kaleb SCHUREK

Ruedi / Dodi


Baruch


Baruch Haba Be'Shem Adonai

Gesegnet sei Er, der im Namen des Herrn kommt

Ihr Unver-ständigen, werdet klug,

und ihr Toren, gebraucht den Verstand!


Hört, denn

ich habe Vortreffliches

zu sagen, und meine Lippen öffnen sich für aufrichtige Rede!


Sprüche 8,5-6



Sucht das Gute und nicht das Böse, damit ihr lebt; dann wird der HERR, der Gott der Heer-scharen, so mit euch sein, wie ihr es immer sagt! Hasst das Böse und liebt das Gute, und gebt dem Recht seinen Platz im Tor (...)


Amos 5,14-15



Wer sich ab-sondert, der sucht, was ihn gelüstet, und wehrt sich

gegen alles,

was heilsam ist!


Sprüche 18,1

 


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Februar 2018

Mir eine Nachricht schreiben:

 
 
 

Rauchen wahre Christen?

Vorab ein Wort


Vor dir liegen mancherlei Zeilen über das Rauchen bei Gläubigen. Vielleicht fragst du, ob es denn nichts Wichtigeres gibt, über das man schreiben könnte. Natürlich - wir wissen, dass das Thema Rauchen nur ein Blättchen an einem Ast ist, der seinerseits mit dem Sündenbaum verbunden ist. Es gibt also noch mehr Themen, über die gesprochen oder geschrieben werden könnte. Uns lag aber gerade dieses Thema besonders am Herzen, und wir möchten deshalb unsere Gedanken darüber weitergeben. Vielleicht schreiben andere über die vielen übrigen Äste und Blätter, wenn der Herr es in ihren Herzen bewegt.


Wir hoffen, dass du die folgenden Seiten unter Gebet lesen und dich dabei in das Licht des Wortes Gottes stellen wirst! Es geht nicht darum, Gebote und Verbote betreffs Rauchen und andere Süchte aufzustellen - doch wir sollten uns vor unserem Schöpfer fragen: „Warum tun wir dieses oder jenes? Warum komme ich davon nicht los?" Diese Text ist also geschrieben worden, um dir in der Frage des Rauchens eine Hilfestellung zu geben!



1. Versklavung


Als wir noch Sklaven der Sünde waren

Du und ich - auch wir waren unterdrückt und gebunden! Die Bibel sagt, dass wir Sklaven der Sünde waren (Römer 6,17). Wir wurden geknechtet von einem harten Herrn und hatten in uns selbst keine Möglichkeit, freizukommen. Es ging uns wie den Sklaven in Amerika, die auch keine Aussicht hatten, frei zu werden. Wir waren Sünder, dienten der Sünde und waren kraftlos. Man denke zum Beispiel an die Israeliten, die in der harten Sklaverei in Ägypten waren und sich nicht selbst befreien konnten. Gott musste es für sie tun! Und - Er hat es auch mit dir und mir getan! Er hat Seinen Sohn gesandt, um uns freizukaufen. Der Herr Jesus Christus ist unser wahrer Erlöser geworden; was wir nie geschafft hätten, hat Er getan. Er hat uns erlöst aus der Gewalt der Finsternis und uns in Sein wunderbares Licht gebracht. Was für eine Veränderung! Früher Sklaven der Sünde und jetzt freie Gotteskinder! Christus hat uns erworben und befreit!


Das gilt für jeden, der den Herrn Jesus als seinen Heiland und Erlöser kennt. Wenn das bei dir noch nicht der Fall ist, brauchst du nicht weiterzulesen. Für dich gibt es dann nur eine Botschaft: Glaube an den Herrn Jesus! Lass dich retten von diesem verkehrten Geschlecht! Erkenne vor Gott, dass du ein Sünder bist, und glaube an den Herrn Jesus, der gekommen ist, Sünder zu erretten. Erst wenn du dich zu Gott bekehrt hast, kannst du das Folgende wirklich begreifen:



Neu sind wir Sklaven Gottes

Lassen wir den Heiligen Geist in uns sprechen beim nachfolgenden Bibelwort aus dem Römerbrief und macht uns deutlich: Wir sind nämlich jetzt Eigentum Gottes geworden!



Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! Wisst ihr nicht:


Wem ihr euch als Knechte hingebt, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und müsst ihm gehorchen, es sei der Sünde zum Tode, oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?


Gott aber sei Dank, dass ihr Knechte der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, das euch überliefert worden ist. Nachdem ihr aber von der Sünde befreit wurdet, seid ihr Knechte der Gerechtigkeit geworden. Ich muss menschlich davon reden wegen der Schwachheit eures Fleisches. Denn so, wie ihr

eure Glieder in den Dienst der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit gestellt habt zur Gesetzlosigkeit,

so stellt jetzt eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit zur Heiligung. Denn als ihr Knechte

der Sünde wart, da wart ihr frei gegenüber der Gerechtigkeit. Welche Frucht hattet ihr nun damals von den Dingen, deren ihr euch jetzt schämt? Ihr Ende ist ja der Tod! Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben. Denn der Lohn der Sünde ist der Tod - aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.  Römer 6,15-23


Wir sind freigekauft worden von unserem früheren Gebieter dem Fürsten dieser Welt (dem Teufel), um nun einem anderen Meister (Jesus) zu gehören! Die Bibel nennt es ebenfalls Sklavendienst - jetzt nicht mehr, um der Sünde zu dienen, sondern um Gott zu gehorchen

und zu dienen: Gottes Sklaven geworden, habt ihr eure Frucht zur Heiligkeit!


Auch einige Apostel nennen sich Sklaven Jesu Christi oder Sklaven Gottes. Sie wollen damit sagen, dass sie nun dem Herrn Jesus dienen sollen und wollen jetzt so handeln, wie es zu ihrer neuen Stellung passt. Ihr Leben soll nun durch gerechte Taten gekennzeichnet sein. Sie sind ja Sklaven der Gerechtigkeit zur Heiligkeit geworden, und das bedeutet praktisch, dass ihr Leben in Zukunft einzig und allein Gott gehört!


Wie der Herr Jesus Sich für uns heiligt (Johannes 17,19), so müssen auch wir uns für Gott heiligen. Jeden Tag sollten wir praktisch erkennen lassen, dass wir dem Herrn angehören und dass nichts in unseren Taten oder in unseren Worten an früher erinnert oder uns missbraucht!



Warum dann trotzdem noch versklavt?

Gibt es da noch einen Mittelweg? Früher waren wir geknechtet unter die Grundsätze dieser Welt, aber

wir sind von Herzen dem Bilde der Lehre gehorsam geworden, sind freigemacht, für Gott abgesondert und Seine Diener geworden. Kann man dann trotzdem noch von etwas abhängig sein? Abhängigkeit zum Beispiel von Drogen, vom Alkohol, von Pillen oder vom Nikotin? Wenn wir es sind, ist ein Beweis dafür, dass wir nicht wirklich frei sind, dass die Ketten immer noch da sind, die uns früher banden und knechteten!


Auch für uns gilt nun, dass wir nicht zwei Herren dienen dürfen, und …, einen Mittelweg gibt es nicht!


Missbrauch des Körpers durch Drogen, Alkohol, Pillen oder Nikotin (u.a.m.) ist Missbrauch der Freiheit und Gnade und dies fordert einen hohen Preis. Wir schädigen unseren Leib, der von Jesus erworben wurde und nicht uns selbst gehört! Sünde führt immer zu Verlust, darum sollen wir uns nicht überwältigen lassen! Paulus schreibt dazu deutlich:



Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von keinem über-wältigen lassen!  1.Korinther 6,12



2. Unser Leib


Ist er uns wirklich wichtig?

Manchmal führen auch Christen den Vers an: aus Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren - ohne, dass von einem Todesfall die Rede ist, auf den diese Worte aber mit Sicherheit anwendbar sind. Man zitiert diesen Vers wohl, wenn es um den Leib schlechthin geht, und will damit sagen, dass man ihn zwar hat, dass er aber eigentlich doch nicht so wichtig ist, weil er sowieso wieder zu Staub wird.


Doch was sagt die Bibel über den Leib? Sehr viel, aber in unserem Zusammenhang mögen einige Schriftstellen aus dem ersten Brief des Paulus an die Gläubigen in Korinth genügen. Wir sind mit unserem Leib Glieder von Jesus Christus – sein Eigentum:



Die Speisen sind für den Bauch und der Bauch für die Speisen - Gott aber wird diesen und jene wegtun! Der Leib aber ist nicht für die Unzucht, sondern für den Herrn, und der Herr für den Leib. Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft! Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder des Christus sind? Soll ich nun die Glieder des Christus nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne!  1.Korinther 6,13-15


Es wird deutlich gesagt, dass unsere Leiber Glieder Christi sind. Natürlich wird in diesem Text die Unmoral der Sexualität angesprochen. Aber es kann auch zum Missbrauch von Drogen, Alkohol, Essen, Pillen und Nikotin eingesetzt werden. Nicht der Geist oder die Seele sind Glieder Christi, sondern unsere Leiber. Der Leib ist für Christus, und Christus ist für den Leib. Wenn der Leib für Christus ist, dann will das doch sehr viel sagen! Könnten wir verstehen, dass Christus für den Leib ist, wir würden vor Bewunderung stillstehen. Der Leib ist wichtig - er ist für Christus! Auch ist es unser Leib, der wieder auferweckt wird. In Wort Gottes steht geschrieben:



Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden, weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist - denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht, und kann es auch nicht; und die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen. Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt - wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein.  Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleisch nicht verpflichtet, gemäss dem Fleisch zu leben! Denn wenn ihr gemäss dem Fleisch lebt, so müsst ihr sterben - wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben. Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus; wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden!  Römer 8,6-17



Unser Leib ist der Tempel des Heiligen Geistes

Es wird ausserdem gesagt, dass wir nicht uns selbst gehören! Wir wurden gekauft, und für uns wurde ein hoher Preis bezahlt! Mit dem Eigentum anderer können wir nicht nach eigenem Gutdünken umgehen bzw. lassen tun. Der Herr Jesus hat den Preis bezahlt, und wir gehören Ihm allein! Gott selbst, sein Heiliger Geist wohnt nun in uns:


Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft - darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!  1.Korinther 6,19-20


Lasst uns das tun, Gott verherrlichen! Dazu sind wir noch auf dieser Erde, um in jeder Beziehung ein Zeugnis und ein Vorbild zu sein - um Gott zu verherrlichen. Gott, der Heilige Geist wohnt in uns! Ist auch dir das wirklich bewusst? Die Bibel sagt uns auch unmissverständlich, dass nicht nur Geist und Seele, sondern auch unser Leib bei der Ankunft des Herrn tadellos bewacht werden möge! Sollen wir nun unseren Körper durch ungesundes Handeln missbrauchen und sogar in Raten verderben?



Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus! Treu ist er, der euch beruft - er wird es auch tun!  1.Thessalonicher 5,23-24


Das Wort Gottes sagt uns allen, dass wir unsere Leiber darstellen sollen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Schlachtopfer, welches unser vernünftiger Dienst ist. Demnach ist der Leib etwas Besonderes in Gottes Augen. Er wurde erkauft, gehört deshalb Ihm, ist für Ihn und ist ein Tempel des Heiligen Geistes. Dies alles zusammen gibt dem Leib einen ganz besonderen Stellenwert!



Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer - das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.  

Römer 12,1-2


Wir müssen also sehr behutsam mit unserem Leib umgehen, denn er gehört nicht mehr uns selbst!


Das bedeutet, dass wir vor diesem ernsten Hintergrund unsere Ess- und Trinkgewohnheiten und die Befriedigung unserer Lüste in jeder Hinsicht abwägen müssen! Was dem Herrn gehört, müssen wir sorgfältig instand halten. Das gilt auch für unsere Gesundheit, für die wir verantwortlich sind - und damit sind wir bei unserem Thema.



3. Zum Beispiel - das Rauchen


Die Versklavung des Leibes

In der Bibel lesen wir nichts vom Rauchen. Es war damals wahrscheinlich unbekannt. Vermutlich haben es die Weissen nach der Entdeckung Amerikas von den Indianern übernommen und den Tabak zu uns gebracht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Rauchen eindeutig abhängig macht! Unzählig viele Menschen geben ehrlich zu, dass sie mit dem Rauchen wohl auf-hören möchten, es aber nicht lassen können. Andere sagen, nachdem sie eine bestimmte Zeit (manchmal nur einen Tag) nicht geraucht haben, sie müssten unbedingt wieder etwas zu rauchen haben.


Die Stoffe im Tabak machen abhängig und wirken betäubend - man kann das in der einschlägigen Literatur nachlesen. Fast täglich steht etwas über die schädliche und abhängig machende Wirkung des Tabaks in der Zeitung. Schon aus den Angaben, die auf den Zigarettenschachteln stehen müssen, geht hervor, dass Rauchen sehr schädlich ist! Dass Rauchen eine Form von Gebundenheit ist, gibt wohl jeder zu. Vielleicht sagst du jetzt, dass du zwar rauchst, aber nicht abhängig seiest. Dann lies bitte trotzdem weiter. Es gibt nämlich noch andere Argumente, die du unbedingt bedenken solltest!


In Verbindung mit dem, was im ersten Kapitel über Versklavung gesagt wurde, ist es für jeden Christen, der vor Gott und vor sich selbst ehrlich sein möchte, undenkbar, von etwas abhängig zu sein. Das gilt auch für das Rauchen!


Jede Form von Abhängigkeit muss vermieden werden. Auch wenn wir daran denken, welche Bedeutung dem Leib in der Bibel beigemessen wird (Kapitel 2), muss das Rauchen abgelehnt werden. Wenn der Leib für Christus ist, kann ich dann für Christus rauchen? Wenn der Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist, kann ich dann bewusst in dem Tempel etwas tun, was ihn schädigt? Verherrliche ich dann Gott in meinem Leibe? Wird Gott verherrlicht, wenn ich Nikotin inhaliere, meine Lunge zuteere und mein Blut mit Gift verseuche?



Man kann das Thema Rauchen als wahrer Christ nicht mehr mit einem Achselzucken abtun!



Der Herr hat das Recht auch auf unseren Leib, denn er gehört nun Ihm. Unmöglich kann ich Ihn in Verbindung mit irgendeiner Art von Abhängigkeit oder Verunreinigung bringen. In der Welt wird nachdrücklich vor den Folgen des Rauchens gewarnt. Es wirkt zerstörend auf den Leib. Darf ich bewusst den Tempel des Heiligen Geistes missbrauchen, zerstören oder verderben? Darf ich das, was Gott gemacht hat, ruinieren lassen?


Meistens geht man rasch zum Arzt, wenn irgendetwas im Körper nicht stimmt. Auch anderen gibst du gleich den Rat, einen Arzt aufzusuchen, wenn sie Beschwerden haben. Und du selbst willst das nicht einstellen, was deinem Körper enormen Schaden zufügt? Wagst du es wirklich, Gott um Gesundheit zu bitten, während du deinen Körper zerstörst? Ist das nicht ungefähr so, als wenn du dich mitten auf eine verkehrsreiche Strasse stellst und dort um Bewahrung bittest? Bruder oder Schwester, bedenke bitte alle diese Dinge – und erwäge sie vor Gott im Gebet. Stehe bitte einen Augenblick dabei still!



Einfluss auf andere

Der Einfluss auf andere darf hier nicht unberücksichtigt bleiben. Ebenso wie das Essen von Fleisch unterlassen werden sollte, wenn ein schwacher Bruder sich daran stösst (Römer 14), so sollte auch keiner im Beisein von Schwachen seine vermeintliche Freiheit durchsetzen und rauchen, sondern es unbedingt lassen.


Wir kennen viele, die unter Alkohol, Tabak oder andere Dinge unterjocht waren. Sie haben ihre Sünden ehrlich bekannt und den Herrn Jesus als ihren Retter und Erlöser kennengelernt. Unmittelbar danach haben sie ihr früheres Leben aufgegeben. Darf ich sie durch mein Verhalten nun wieder in Versuchung führen? Das gilt, wie jeder weiss, ganz besonders beim Alkohol. Aber gilt es nicht auch für das Rauchen? Paulus ging so weit, gegebenenfalls kein Fleisch mehr zu essen, obwohl das ausdrücklich erlaubt ist.


Sehr viele Menschen in der Welt haben das Rauchen aufgegeben. Was für ein schlechtes Zeugnis, wenn Gläubige, die behaupten frei zu sein, doch weiterhin rauchen! Alle Gläubigen sollten die himmlischen Kennzeichen tragen und zeigen, dass sie nicht mehr sich selbst gehören und wirklich frei sind von aller Sklaverei. Was wäre das für ein wunderbares Zeugnis!


In diesem Zusammenhang liegt mir noch etwas auf dem Herzen. Es ist sehr wichtig für uns, dass wir uns mit den Wahrheiten der Bibel beschäftigen. Gott möge schenken, dass wir das auch weiterhin tun. Doch habe ich den Eindruck, dass die Praxis vernachlässigt wird. Sie gehört aber unbedingt dazu!


In dem bereits angeführten Bibelstelle heisst es: Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich! Es geht nicht darum, dass man wieder in einen gesetzlichen Geist von Geboten und Verboten zurückfällt -  aber wir dürfen auch nicht nur an uns selbst denken. Wir müssen unsere Mitgläubigen unbedingt auch mit berücksichtigen:



Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des anderen! Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war (…)  Philipper 2,4-5



Einfluss auf die Kinder

Viele christliche Eltern haben die grössten Probleme, wenn ihre Kinder eines Tages anfangen zu rauchen. Und was kannst du sagen, wenn du selbst Raucher bist? Deine Worte sind kraftlos, wenn du deine Kinder tadelst, selber aber genauso handelst! Du weisst schon lange, dass Rauchen nicht gut ist. Kann es dein Wunsch sein, dass deine Kinder rauchen? Unsere Kinder müssen an uns erkennen können, wem wir gehören! Sie müssen von uns lernen, was es bedeutet, dem Herrn Jesus nach-zufolgen und treu zu sein.


Welche Argumente kannst du anfuhren, wenn deine Kinder dich fragen, warum du rauchst? Wenn du nicht rauchst, dann bist du in der Lage, deine Kinder als Vorbild vor den Gefahren des Rauchens zu warnen. Aus deinem Verhalten wird dann deutlich, dass du in Bezug aufs Rauchen der Sünde gestorben bist. Unsere Worte allein genügen nicht - unser Tun gehört vor allem dazu! Das macht Eindruck!


Falls du zu Hause rauchst, werden (auch) deine Kinder diese schlechte Luft einatmen und dadurch geschädigt werden. Auch diesen Einfluss, den du mit deinem Rauchen auf die Kinder ausübst, solltest du nicht mit einer Handbewegung abtun. Es wird heute sehr viel geschrieben und gesprochen über Luftverschmutzung. Vielleicht hast du dir bewusst eine Wohnung ausserhalb eines Industriegebietes gesucht. Aber wie sieht es in deiner Umgebung, in deiner direkten Nähe aus?



Einfallstor für Drogen, Alkohol und Nikotin

Eine der häufigsten Formen beginnenden Drogenkonsums ist das Rauchen eines Joints. Man mischt den Stoff unter Tabak und raucht auf diese Weise Marihuana oder Haschisch. Wenn auch das Rauchen von Tabak nicht unbedingt bedeuten muss, dass man auch härtere Sachen versucht, so besteht doch die Gefahr und, die Hemmungen sind wesentlich schwächer. Falls einem Nichtraucher ein Joint angeboten wird (das gilt besonders auch für junge Leute), wird er eine wesentlich grössere Abneigung dagegen empfinden als ein Raucher.



Wenn dein Kind das Rauchen von dir übernommen hat, hast du gleichsam die Schutzmauer vor deinem Haus abgebrochen (Nehemia 3,28)


... wer eine Mauer einreisst, den kann eine Schlange beissen (Prediger 10,8)!



In ähnlicher Weise gilt dies auch für den Alkoholkonsum. Sieh dich doch einmal um: Wo viel getrunken wird, wird auch sehr viel geraucht. Wenn der Widerstand gegen die eine Abhängigkeit nicht vorhanden ist, fehlt er sicher auch gegen die andere. Gewiss sind das nicht die wichtigsten Argumente, aber sie zählen doch alle mit!



Eine unnütze Geldverschwendung

Auch um dieses Argument gegen das Rauchen kommen wir nicht herum. Häufig rauchen gerade die Menschen, die finanziell nicht auf Rosen gebetet sind!


Wir müssen verantwortungsbewusst mit dem umgehen, was uns der Herr anvertraut. Was wir an Geld empfangen haben, muss auch gut und richtig eingesetzt werden. Wir sind Gottes Verwalter, und unsere Verwaltung muss gewissenhaft geschehen - das ist sehr wichtig!


Wagst du auszurechnen, was du monatlich fürs Rauchen ausgibst? Kannst du diesen Betrag nicht viel besser anlegen? Selbstverständlich gilt dies für alle Lebensbereiche.



Zweifelst du noch?

Nach all den schon genannten Argumenten zweifelst du vielleicht immer noch in deinem Herzen: Soll ich mit dem Rauchen aufhören, oder soll ich mir aus alledem nichts machen? Wenn ein schwacher Bruder gegen sein Gewissen handelt, sündigt er, denn die Bibel lehrt uns unverblümt:



Wer aber zweifelt, der ist verurteilt (…), weil es nicht aus Glauben geschieht. Alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde!  Römer 14,23


Falls du noch zweifelst, ist dein Rauchen nicht aus dem Glauben und somit eine Sünde, die du unterlassen musst. Denke noch einmal über das Gelesene nach. Ich nehme an, dass du das nächste Kapitel dann ebenfalls lesen und auch wirklich in die Tat umsetzen wirst!



4. Das Aufhören


Wie hört man auf?

Viele haben versucht, langsam mit dem Rauchen aufzuhören - nach und nach immer weniger zu rauchen.

In gewissen Fällen ist das gelungen. Die Methoden, die in der Literatur empfohlen werden, haben alle denselben Grundgedanken: langsam mit Hilfe von Medikamenten oder ähnlichem den Tabakkonsum reduzieren und schliesslich ganz einstellen.




















Ich glaube, dass es für den Gläubigen eine ganz andere Methode gibt. Wenn es stimmt, dass Rauchen Sünde ist (und jede Tat, die in Unabhängigkeit von Gott getan wird, ist Sünde), wenn es wahr ist, dass Rauchen in meinem Leibe nicht zur Verherrlichung Gottes beigetragen hat, sondern vielmehr zerstörend wirkt, darf ich dann, nach gründlicher Überlegung - langsam aufhören?


Wenn jemand stiehlt, soll man ihm dann sagen: Hör mal langsam damit auf? Oder in einem Fall von Ehebruch: Lass Hurerei langsam sein? Wenn es Sünde ist, muss ich es auch als Sünde betrachten. Dann hat auch das zu den Leiden des Herrn Jesus beigetragen. Ich muss es ernsthaft vor Gott bekennen und vor Seinem Angesicht gestehen, dass ich gesündigt habe. Dann wird die Angelegenheit im richtigen Licht gesehen, und gibt die Kraft zum Aufhören. Da liegt die Lösung. Wenn ein Sünder seine Sünden bekennt, darf er dann um Hilfe bitten?



Ja, und nochmals - ja!


Gott gibt Hilfe und Kraft allen, die in Not sind! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das der richtige Weg ist. Ich habe unzählige Male versucht, weniger zu rauchen. Es ging eine Zeit lang gut, aber dann kam wieder ein besonderer Anlass. Ich war wieder dabei - und alles war wieder vorbei. Als ich jedoch erkannte, das Rauchen Sünde ist, und ich meine Sünden vor Gott bekannte, war auch Kraft da, es ganz aufzugeben.


Du besitzt als Gläubiger in dieser Hinsicht viel mehr als ein Ungläubiger! Wodurch kann ein Alkoholiker frei werden? Über den Weg der Entwöhnung mag es manchmal gehen - aber wenn er den Herrn Jesus kennen lernt und sein Leben und seine Gewohnheiten in Gottes Licht sieht und seine Schuld bekennt, dann gelingt es wirklich! Gott gibt die Kraft, davon abzulassen.



Wie hört man also auf zu rauchen? 

Abrupt - auf einmal! Es ist Gottes Wille, dass wir sofort mit Sündigen aufhören!



Welche Folgen hat das?

Wenn du aufhörst zu rauchen, wird sich deine körperliche Kondition spürbar verbessern. Das weiss man auch in der Welt. Wer grosse körperliche Leistungen vollbringen will, wird gewöhnlich auch nicht rauchen! Aber das ist nicht die wichtigste Folge des Aufhörens. Wenn Sünden in deinem Leben sind, wird Gott dich dann gebrauchen können? War Israel zum Segen, als es sich von Gott abwandte?


Das Böse muss unbedingt weggetan werden, wenn man zu jedem guten Werk geschickt sein will!


Wenn die Ungerechtigkeit weggetan ist, dann ist zwischen dir und Gott alles in Ordnung, dann gibt es kein Hindernis mehr, und die Gemeinschaft mit dem Vater wird deutlich gefühlt. Der Heilige Geist hat dann die Möglichkeit, in Seinem Tempel das zu tun, was Er will. Das ist das Ergebnis. Möchtest du das nicht auch gerne?


Möchtest du nicht gern ein Wegweiser für andere sein? Es sind schon Menschen den Zusammenkünften fern geblieben, weil vor und nach dem Dienst geraucht wurde. Es sind Menschen eindeutig abgeschreckt worden durch das Rauchen von Christen. Heisst das Wegweiser sein? Das ist für jeden persönlich, aber auch für uns alle als Gesamtheit eine wichtige Frage.


Wie schön wäre es, wenn - auch aufgrund deines Verhaltens - andere, denen wir den Weg zur Befreiung zeigen durften, Gott dafür danken könnten. Dadurch wird Gott wirklich verherrlicht!



5. Einwände


Eine Gewohnheit

Natürlich lassen sich zu diesem Thema viele Einwände vorbringen. Sehr oft wird gesagt, Rauchen sei eine Gewohnheit und keine Abhängigkeit. Man verweist dann auf viele andere Gewohnheiten wie Kaffeetrinken und anderes. Aber, wenn du ab heute keinen Kaffee mehr trinken dürftest, fiele dir das vielleicht nicht besonders schwer. Dürftest du aber ab heute nicht mehr rauchen...? Ich glaube, dass du den Unterschied zwischen Kaffeetrinken und Rauchen wohl empfinden wirst. Natürlich gibt es auch süchtige Kaffeetrinker!


Aber auch wenn es nur eine Gewohnheit wäre, so bestünde doch die Gefahr der Abhängigkeit. Du weisst, wie schnell ein Gewohnheitstrinker zum Alkoholiker werden kann. Wenn du behauptest, aus Gewohnheit zu rauchen, dann teste dich einmal selbst, indem du längere Zeit nicht mehr rauchst. Du wirst dann sehen, ob es sich wirklich nur um eine Gewohnheit handelt! Wenn du nicht aufhören kannst, bist du abhängig! Wenn du es aber fertig bringst aufzuhören, gibt es dann überhaupt einen Grund, wieder mit der schädlichen Gewohnheit anzufangen?



Andere Länder, andere Sitten

Das Rauchen wird manchmal hingestellt als besondere Eigenart eines bestimmten Landes. So wie man in Frankreich viel Wein und in Belgien und Deutschland viel Bier trinkt, so gehört es eben zu unserem Land, dass man viel raucht, so plappert man. Ist das eine gute Ausrede? Die Tatsache, dass in anderen Ländern grosse Mengen Alkohol getrunken werden, gibt uns noch keinen Freibrief dafür, eine andere Form von Abhängigkeit gutzuheissen!



Wir sind doch nicht mehr unter Gesetz?

Wir sind doch frei! Damit will man sagen: Man kann doch das Rauchen nicht verbieten, denn dann stellt man ja Menschen wieder unter das Gesetz, und das ist gegen die Heilige Schrift. Das stimmt! Wir dürfen jedoch unsere Freiheit nicht zu einem Anlass für den Leib gebrauchen. Es geht hier auch gar nicht darum, jemandem das Rauchen zu verbieten, sondern vielmehr darum, das Rauchen im Licht der Heiligen Schrift zu sehen.



Du aber, der du behauptest, frei zu sein - bist du auch wirklich frei? Ganz ehrlich: Ist dein Rauchen nicht eine Abhängigkeit, eine Gebundenheit? 




6. Tatsachen


Tatsache sind alle Minuspunkte

Hier über Tatsachen der schädlichen Wirkung des Rauchens zu schreiben, ist überflüssig. Wir würden nur andere weiter zitieren! Die regelmässig erscheinenden Veröffentlichungen über die medizinischen Probleme des Rauchens und Folgeerscheinungen sprechen für sich.



Im Strassenverkehr wird jeder gewarnt und, da gibt es Regeln und Gesetze! Noch vor kurzem las ich, dass es jährlich mehr Todesopfer durchs Rauchen als durch Verkehrsunfälle gibt - es sind im Moment weltweit mindestens 7 Millionen im Jahr (EU 700'000 / D 110'000 / CH 9'500) und dies ohne die Todesfälle durch Passivrauchen ...


Rechnen wir diese Zahl um, erkennen wir, dass weltweit alle ca. 7,5 Sekunden jemand infolge Nikotinsucht stirbt - die Rauchsucht ist mit Abstand die häufigste Todesursache!


Ein wahrer Gläubiger braucht das Rauchen sicher nicht mehr - nach alledem, was wir gesehen haben!




Darum - teste dich nun selbst:


1. Ist mein Rauchen irgendwem nützlich?

    (1.Korinther 10,23)


2. Werde ich und andere durch mein Rauchen erbaut?

    (1.Korinther 10,23)


3. Diene ich anderen damit?

    (1.Korinther 10,24)


4. Kann ich dem Herrn für mein Rauchen danken?

    (1.Korinther 10,30)


5. Rauche ich zur Ehre Gottes?

    (1.Korinther 10,31)


6. Rauche ich im Namen des Herrn Jesus?

    (Kolosser 3,17)


7. Bin ich als Raucher im Zweifel - ob ich es darf?

    (Römer 14,23)



Wenn du nun wirklich auf den Geist Gottes hörst, wirst du das hier Geschriebene auch bestätigt bekommen! Christus hat uns frei gemacht, damit wir wirklich frei sind – frei von aller Knechtschaft!



Geliebte, ich ermahne euch als Fremdlinge und Wanderer ohne Bürgerrecht: Enthaltet euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten - und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung! 

1.Petrus 2,11-12


Der Herr aber ist der Geist - und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit!  (es müsste hier eigentlich heissen: Wo der Geist Herr ist!)  2.Korinther 3,17



So steht nun fest in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasst euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen!  Galater 5,1



Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser [Mensch], der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun!

Jakobus 1,25


Natürlich gilt das, was in diesen Ausführungen und Erkenntnissen geschrieben ist auch für die vielen anderen Süchte!



Durch Befreiungsdienste an Geschwistern wissen wir, dass jede Sucht mindestens zwei Dämonen hat, die uns besetzen bzw. uns entsprechend manipulieren können ...!


Der Widersacher dieser Welt und seine Mächte hassen uns und wollen unseren raschen Tod!



Darum gibt es nur eines für dich -

  und das eiligst und heiligst:




Höre sofort auf mit Rauchen -

 

Gott befohlen!






Textteile übernommen von D. Steenhuis -

wenig überarbeitet und ergänzt!


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