Israel + die Nationen

Rudof Kaleb SCHUREK

Ruedi / Dodi


Baruch


Baruch Haba Be'Shem Adonai

Gesegnet sei Er, der im Namen des Herrn kommt

Kehr um, Israel, bis zum HERRN, deinem Gott! Denn du bist gestürzt durch deine Schuld.!


Hosea 14,1



"Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da der Pflüger den Schnitter und der Trauben- kelterer den Sämann ablösen wird!


Dann werden die Berge von Most triefen und alle Hügel über- fließen. Und ich will das Geschick meines Volkes Israel wenden, und sie werden die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen, Weinberge pflanzen und deren Wein trinken, Gärten anlegen und deren Früchte geniessen.


Und ich werde sie einpflanzen in ihr Land; und sie sollen aus ihrem Land,

das ich ihnen gegeben habe, nicht mehr herausgerissen werden!"


spricht der HERR, dein Gott!


Amos 9,13-15

Diverses:

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Februar 2018

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1948 - 2018:

70 Jahre Israel






"Fürwahr, wie eine Frau ihren Gefährten treulos verlässt, so habt ihr treulos an mir gehandelt - Haus Israel!" spricht der HERR!  Jeremia 3,20


Und er sagte ihnen ein Gleichnis:

"Seht den Feigenbaum und alle Bäume! Wenn ihr sie schon ausschlagen seht, so erkennt ihr von selbst, dass der Sommer jetzt nahe ist. So auch ihr: Wenn ihr seht, dass dies geschieht, so erkennt, dass das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschehen ist. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen!"  Lukas 21,29


Es ist die Vision einer anderen Zeit, mit allem Alltäglichen - eine prophetischen Zeit. Jesus sagt, so wie ihr den Feigenbaum seht, wenn die Blätter ausschlagen wisst ihr dass der Sommer 100%ig kommt. Wir sehen auch bei uns im Frühling, dass der Sommer bald kommt. Wir wissen, dass die übriggebliebenen Israeli im 70 n.Chr. vertrieben wurden in alle Welt.


Erst im 20. Jahrhundert geschah die Verheissung Gottes, dass sie wieder ihr Heimatland bekommen haben. Es ist ein Wunder, die ganze jüdische Geschichte! Die grössten Wunder, die mit einem Volk passierten, sind die Wunder des jüdischen Volkes. David Bengurion war der erste Premier des neuen Staaten Israels und er sagte auch: „Wer nicht an Wunder glaubt ist kein Realist!“ König Ludwig IV fragte einmal Blaise Pascale, den grosse Philosoph, ihm einen Nachweis Gottes zu geben. Pscale antwortete: „Natürlich - die Juden Majestät!“ Dass es heute die Juden als Volk immer noch gibt, ist ein grosses Wunder und auch die Staatsgründung, die die Prophetien der Bibel wunderbar erfüllte!


Gottes Wunder an seinem Wort, dass das jüdische Volk überhaupt noch existiert nach fast 2'000 Jahren! Was immer wieder über dieses Volk gekommen ist, ist über kein anderes Volk gekommen, auch nicht in ähnlicher Weise. Schon kleinste Dinge, die über andere Völker gekommen sind bewirkte, dass diese Völker schnell entmachtet wurden. Es geht zurück auf die Zeit Mose (1.Mose 17) wo Gott zu Mose sagte:


„… und ich werde einen Bund aufrichten zwischen mir und dir!“


Als nun Abram 99 Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm:


Ich bin Gott, der Allmächtige. Wandle vor mir und sei untadelig! Und ich will meinen Bund schliessen zwischen mir und dir und will dich über alle Massen mehren! Da fiel Abram auf sein Angesicht. Und Gott redete weiter mit ihm und sprach:


"Siehe, ich bin der, welcher im Bund mit dir steht; und du sollst ein Vater vieler Völker werden. Darum sollst du nicht mehr Abram heissen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich zum Vater vieler Völker gemacht. Und ich will dich sehr, sehr fruchtbar machen und will dich zu Völkern machen; auch Könige sollen von dir herkommen.


Und ich will meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir von Geschlecht zu Geschlecht als einen ewigen Bund, dein Gott zu sein und der deines Samens nach dir. Und ich will dir und deinem Samen nach dir das Land zum ewigen Besitz geben, in dem du ein Fremdling bist, nämlich das ganze Land Kanaan, und ich will ihr Gott sein!"


Gott verheisst ganz klar, dass er allen Nachkommen Abrahams das Land Kanaan gibt (ein Teil des heutigen Israels).


Wir sehen heute, dass dieser Feigenbaum wieder ausschlägt, wieder Äste treibt und beginnt zu blühen! Ein gewaltiger Beweis der Endzeit, wie die Bibel es nennt, in der wir leben. Welches Volk kennt den Anfang, den Beginn ihrer Vorfahren so genau wie die Juden? Wenn wir einen Juden fragen, wer ist der erste Jude, kommt spontan zur Antwort: „Abraham!“


Wer war der erste Schweizer? Ja, auch wir können fast darauf zurückgreifen aber nur Jahrhunderte, nicht aber wie die Juden auf viele Jahrtausende. Wer war der Urvater der Römer, wer war erster Grieche, Deutsche, Franzose, Italiener usw. – wissen wir das? Es gibt Schweizer Juden, deutsche Juden, amerikanische Juden und russische Juden usw. – alle sind immer Juden geblieben!


Sie alle haben einen Spezial-Status bei Gott. Es wurde jedem Juden von Gott ins Herz gebrannt! Fast jeder Jude behielt seine Identität auch in der Fremde, auch in den fernsten Ländern ...!


Mark Twain, selber ein Agnostiker

schrieb im 19. Jahrhundert: 


„Die Ägypter, Babylonier und Perser kamen hervor, erfüllten den Planeten mit Klangglanz, dann aber verblassten um zu träumen und sind gestorben! Die Griechen und Römer folgten, machten einen grossen Lärm und sind verschwunden! Andere Völker erhoben sich und hielten ihre Fackel hoch für eine Zeit – aber sie erlosch. Sie sitzen nun in der Dämmerung oder sind verschwunden. Der Jude sah sie alle, schlug sie alle und ist jetzt das, was er immer war, zeigt keine Dekadenz, kein Gebrechen des Alters, keine Schwächung seiner Teile, keine Verlangsamung seiner Energien, keine Abstumpfung seiner Geistesgegenwart und dynamischen Verstandes. Alle Dinge sind sterblich – ausser der Jude! Alle andern Kräfte vergehen, aber er bleibt! Was ist das Geheimnis seiner Unsterblichkeit?“


Und es hat jemand geschrieben, der überhaupt nicht judenfreundlich war: „Aber es ist so, die Juden, das ist ein Wunder, dass es sie überhaupt noch gibt!“ Die Juden sind verstreut worden in alle Welt. Sie haben eine Verheissung bekommen, aber mit dieser Verheissung Gottes kam auch eine enorme Verantwortung. Gott sagte ihnen ganz klar, wenn ihr nicht in meinen Worten wandelt, wenn ihr nicht nach meinen Worten handelt, wenn ihr euch nicht an diesen Bund hält,


... dann werdet ihr vertrieben in alle Länder der Erde!


Gott sagte klar zu seinem Volke (3. Mose 26, 33):


„Euch aber will ich unter die Heidenvölker zerstreuen und das Schwert hinter euch her ziehen, so dass euer Land zur Wüste wird und eure Städte zu Ruinen!“


Die jüdische Geschichte ist auch eine sehr tragische Geschichte, tragisch, da sie dem Bund Gottes nicht treu geblieben sind. Und so kam über sie genau das, was Gott ihnen sagte, was kommen würde. Sie wurden verstreut unter alle Völker. Es ist bereits das zweite Mal! Erstmals durch die Babylonier (587 v.Chr.) als sie in Jerusalem eindrangen und das Volk Gottes nach Babylon entführte. Auch die Asyrer (722 v.Chr.) die das bereits schon taten bei den zehn Nord-stämmen.


Aber wir wissen, dass das jüdische Volk nach 70 Jahren

Gefangenschaft wieder aus Babylon zurück kehren konnten - bis zum Jahre 70 nach Christus, als Zitus unter der römischen Herrschaft kam, Jerusalem zerstört wurde und die Juden vertrieben wurden in alle Länder.


Schon zweimal wurden sie aus ihrem Land vertrieben und verbannt. Es gibt nur 10 andere Völker, denen es so passiert ist, dass sie aus ihrem Land verbannt wurden – aber keinen andern Volk ist dies zweimal passiert. Und keines dieser andern Völker hat es jemals geschafft ein Volk zu bleiben, ihre Identität zu behalten und - ihr eigenes Land zurück zu bekommen sowieso nicht!


1. Das jüdische Volk aber behielt ihre Identität, obwohl sie aus allen Nationen der Welt in den vergangenen 2'000 Jahren vertrieben wurden. Und doch wurde – gegen den Willen des Normalen - wieder ein Staat gegründet. Es ist ein Wunder der Geschichte!


2. Sehen wir es auch an ihrer Zahl – sie sind kein grosses Volk. Der Herr hat dies auch weisgesagt im 5.Mose 4,27.


Er sagte:


„Und der Herr wird euch unter die Völker zerstreuen, und es wird eine geringe Zahl von euch übrig bleiben unter den Heiden, zu denen euch der Herr hinwegtreiben wird!“


Sie sind kein grosses Volk. Eigentlich sollten sie es sein! Zur Zeit Jesu gab es z.B. bereits etwa 30 Millionen Chinesen – und heute sind es über eine Milliarde. Von den Juden gab es zur Zeit Jesu wahrscheinlich um die 10 Millionen. Theoretisch müssten heute demnach ca. 400 Millionen Juden sein – eines der grössten Völker überhaupt. Heute leben jedoch nur etwa 14 - 15 Millionen sichtbar. Ein kleines Häuflein wird übrig bleiben, viele sind umgekommen. Wir wissen, dass allein während dem Holocaust mindestens 6 Millionen Juden umgebracht wurden, d.h. rund die Hälfte der Juden in der damaligen Zeit.


Die Geschichte des jüdischen Volkes ist eine brutale Geschichte. Obwohl sie auserwählt wurden, das Licht der Welt zu sein. Sie blieben jedoch nicht in ihrem Bund mit Gott und wurden so zerstreut. Sie gingen jedoch nicht unter. Obwohl sie wenig an der Zahl waren behielten sie ihre Identität.


3. Die Verfolgungen, die sie erlitten haben. Die Juden haben ein eigenes Wort für Ihre Verfolgung: Antisementismus. Kein anderes Volk hat die Universalität der Verfolgung gleich erlitten, wie die Juden. In jedem Land wurden die Juden verfolgt. Sie wurden nicht nur umgebracht, sondern auch aus Ländern verbannt. So wurden sie z.B. aus England verbannt im Jahre 1290, aus Frankreich im Jahre 1306, aus der Schweiz wurden Sie verbannt im Jahre 1348, aus Österreich im Jahre 1421, aus Spanien 1492, aus Deutschland immer wieder verbannt in verschiedenen Jahrhunderten, usw. Das ist eine enorme Tragik des Teufels! Ist es nicht ein Wunder, dass es das jüdische Volk noch gibt?


Zu den Judenverfolgungen in der Schweiz:


Die Juden hatten nicht nur verschiedene Verbote und Einschränkungen in unserem Land. Sie wurden auch verfolgt und tätlich angegriffen. So wurde in Bern in 1294 unter dem Vorwurf, Juden hätten einen Knaben ermordet, ein Teil der jüdischen Bevölkerung gerädert und der überlebende Rest aus der Stadt vertrieben. In der Zeit als die Pest in der Schweiz wütete, nahm die Gewalt an den Juden noch zu. Mit der Anklage die Brunnen vergiftet und so die Pest verbreitet zu haben, wurden viele Juden auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Dies geschah unter anderem in Bern, Basel, Solothurn, Schaffhausen und Zürich. Die jüdische Bevölkerung, welche die Zeit der Pest überlebt hatte, wurde deshalb des Landes verwiesen.























Nach dieser Ausweisung der Juden blieb die Schweiz bis ins 19. Jahrhundert fast ohne Juden. Einzig in den aargauischen Orten Endingen und Lengnau war es Juden gestattet Wohnsitz zu nehmen. Aber, sie wurden enorm benachteiligt. Ende des 18. Jahrhunderts  lebten da in den beiden Dörfern mit 553 Personen die gesamte jüdische Bevölkerung der Schweiz. Sie standen also auch in der Schweiz dem Völkermord nahe, wie schon im Buch Esther unter den Persern, oder noch weiter zurück schon in Ägypten unter dem Pharao, der sie alle umbringen wollte, als Gott sie aus der Knechtschaft erlöste.


Es ging in der ganzen Geschichte nicht nur um üble Nachrede, nein – immer wieder um totale Vernichtung des Volk Gottes. Nicht nur einmal in der Geschichte , nein – immer wiederholt und weltweit wurden sie verfolgt, unter den Ägyptern, unter den Babyloniern, unter den Persern, unter den Griechen, unter den Römern, unter den arabischen Herrschaften, unter der christlichen Herrschaft Europas, unter den Nazis, in der Sowjetunion und heute immer noch oder immer wieder von den Arabern, die klar proklamieren, Israel müsse man auslöschen. Man hat immer wieder Vorwürfe gegen die Juden gefunden. Die Amerikaner haben früher den Juden vorgeworfen, sie seien Kommunisten, und die UdSSR hat ihnen vorgeworfen, sie seien Kapitalisten. Die Christen in Europa haben ihnen Göttermord vorgeworfen, weil sie Jesus an Kreuz brachten. Auch Blutschande hat man ihnen vorgeworfen, dass sie das Blut der christlichen Kinder trinken würden, als sie an Pessach Wein tranken. Es gibt heute noch Menschen, die den Holocaust abstreiten!


Kein anderes Volk musste so etwas über sich ergehen lassen. Jedes andere Volk wäre aus der Welt verschwunden. Aber die Juden existieren immer noch. Das ärgert natürlich Satan ganz extrem! Mit dem Volk Gottes ist es wie wenn man versuchen würde, einen Ballon unter Wasser zu ziehen. Es gelingt trotz aller Kraft nicht, denn er kommt immer wieder herauf! Das Volk Gottes ging und geht nicht unter!


Ein Wunder Gottes


  1. Gott gab Abraham die Verheissung, dass er ihm und seinen Nachkommen das verheissene Land gibt. Es hat ihnen nun das Land wieder zurückgegeben!
  2. Gott sammelt sein Volk wieder und vereint es in ihrem Land.


Im 5. Mose 30,1 finden wir, wie Gott Mose verheissen hat, dass er sein Volk wieder sammeln wird:


„Es wird aber geschehen, wenn alle diese Worte über dich kommen werden, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Heidenvölkern, unter die dich der HERR, dein Gott, verstossen hat, und wenn du umkehrst zu dem HERRN, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so wird der HERR, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin dich der HERR, dein Gott, zerstreut hat.


Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstossen wärst, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen. Und der HERR, dein Gott, wird dich in das Land zurückbringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es in Besitz nehmen, und er wird dir Gutes tun und dich mehren, mehr als deine Väter. Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, dass du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst.


Aber alle diese Flüche wird der HERR, dein Gott, auf deine Feinde legen und auf die, welche dich hassen und dich verfolgt haben! Du aber wirst umkehren und der Stimme des HERRN gehorchen und alle seine Gebote befolgen, die ich dir heute gebiete. Und der HERR, dein Gott, wird dir Überfluss geben in allem Werk deiner Hände, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehs, an der Frucht deines Landes zu deinem Besten; denn der HERR wird sich wiederum über dich freuen, zu deinem Besten, wie er sich über deine Väter gefreut hat, wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst und seine Gebote und seine Satzungen befolgst, die in diesem Buch des Gesetzes geschrieben stehen; wenn du zu dem HERRN, deinem Gott, umkehrst von ganzem Herzen und von ganzer Seele!“


Das ganze hat ende des 19. Jahrhunderts begonnen, dass Juden begannen nach Israel zurückzugehen. Durch den Holocaust während des 2. Weltkrieges wurde die Heimkehr natürlich beschleunigt, zu Tausenden kamen die Juden nach Israel. Bei der Gründung des neuen Staates Israel lebten bereits 650'000 Juden in Israel. Heute (2015) sind es fast 9 Millionen, also etwa das 14-fache innerhalb der wenigen Jahrzehnte ...


Gott sprach in Jesaja 43,5:


„Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich will deinen Samen vom Osten herführen und dich vom Westen her sammeln. Ich will zum Norden sagen: Gib her! und zum Süden: Halte nicht zurück! Bringe meine Söhne aus der Ferne herbei und meine Töchter vom Ende der Welt, einen jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen habe, den ich gebildet und gemacht habe!“


Und in 5. Mose 32,11:

„… wie ein Adler seine Nestbrut aufscheucht, über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie aufnimmt, sie auf seinen Schwingen trägt!“


Hier als Beispiel der jemenitischen Juden:


Der Ursprung der jemenitischen Juden geht nach ihrer eigenen Aussage auf das salomonische Zeitalter (9. Jahrhundert v.Chr.) zurück. Nachforschungen des israelischen Oberrabinat ergaben, dass sie zum Stamm Dan gehören, genauer gesagt sie Leviten des Stammes Dan sind, die im Jahre 722 v.Chr. durch die Asyrer vertrieben wurden. Sie bewahrten ihren Brauchtum, lebten sehr einfach und hatten weder Auto, Telefon noch Flugzeuge zu Gesicht bekommen. Doch plötzlich und ohne Vorwarnung verliessen 1948 jemenitische Juden ihre Häuser und ihren Arbeitsplatz und zogen in die damals britische Kolonie Adem. Als man die Führer dieses Stammes fragte, warum sie Jemen verlassen wollen, antworten sie, dass ihre Zeit gekommen sei nach Israel heim zu kehren! Einer ihrer Propheten habe Jahrhunderte davor geweissagt, dass sie alle am Ende der Zeiten, vor der Ankunft des Messias, auf den Flügeln eines silbernen Vogels in das gelobte Land zurück kehren werden. Genau dies geschah in den Jahren 1949 bis 1950 wurde unter der Erlaubnis der britischen Regierung 43'000 jemenitische Juden im Unternehmen „fliegender Teppich“ mit Flugzeugen nach Israel geflogen. Die jemenitischen Juden hatten noch nie ein Flugzeug gesehen, aber da sie aus der Bibel wussten, dass Gott Israel auf Adlerflügeln tragen wird, bestiegen sie die unbekannten Maschinen.


Dies ist nur ein Beispiel, dass Juden von Gott wussten, es ist Zeit heimzukehren. Die Sammlung der Juden ist ein Wunder. Auch die Staatsgründung Israels, das durch den Zionistenkongress im Jahre 1897 durch Theodor Herzel in Basel abhielt, als er erlebte, wie ein guter Freund von ihm in Frankreich Verfolgung erlitt, beschloss er als Jude diesen Kongress in Basel zu halten. Er formulierte selber, dass er in Basel den jüdischen Staat gegründet habe. Er sagte die prophetischen Worte, dass es in 5, aber sicher in 50 Jahren alle wissen werden! In genau 50 Jahren und 9 Monaten wurde dann der Staat Israel gegründet. Das war aber der Vorstoss, der Anfang von alledem.


Natürlich wissen wir, wie dann Russland, die ehemalige Sowjetunion zusammen gefallen ist, und so plötzlich die Türen weit auf sprangen und über eine Million russische Juden kamen aus der ehemaligen UdSSR nach Israel.

Wir erleben das in unserer Zeit! Dies ist die Erfüllung der Schrift, die vor Tausenden Jahren geschrieben wurde. Was für eine prophetische Erfüllung geschieht hier vor unseren Augen – die Sammlung der Juden!


Ein weiteres Wunder der Juden ist ihr Einfluss. Das ist unglaublich! Es gibt kein Volk, das mehr gehasst wurde. Ein Volk, das immer nur wenig an der Zahl war und erst noch in der ganzen Welt verteilt war und immer noch ist!


Es steht geschrieben im 1. Mose 12,2-3:


„ … und ich will dich zu einem grossen Volk machen und dich segnen und deinen Namen gross machen, und du sollst ein Segen sein! Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen - und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde!“


Über die Hälfte der Weltbevölkerung hat den monotheistischen Glauben, den Glauben an einen einzigen und persönlichen Gott! Dieser Glaube kommt von den Juden! Die Christen haben es dann von Jesus und seinen Aposteln übernommen, die auch Juden waren. Auch der Islam übernahm den monotheistischen Glauben und auch aus dem Judentum. Auch die westliche Welt mit den 10 Geboten geht alles zurück auf den Einfluss des Judentums und ihre moralische Gebote, die sie uns vom alten Testament uns weitergegeben haben. Es war nicht nur das gläubige Volk der Juden, welche die Welt beeinflusst haben. Nein, Gott hat dem jüdischen Volk einen besonderen Segen gegeben, einen speziellen Einfluss in der Welt, ein Licht der Nationen zu sein! Hier ein Beispiel:


1. 1/5 aller Novellpreise die vergeben wurden, wurden an Juden vergeben. Wenn man bedenkt, dass der Prozentsatz der Bevölkerung der Juden weniger als 1% und sie trotzdem 20% aller Auszeichnungen einkassiert haben! Wenn man dazu noch bedenkt, dass Juden erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Universitäten besuchen durften, ist es doch sehr erstaunlich!


2. Man hat in England eine Studie gemacht, welche die Menschen waren, die das 20. Jahrhundert am Meisten geprägt haben. Man ist auf die drei Personen gekommen: Sigmund Freud, Albert Einstein und Karl Marx. Also, diese drei einflussreichsten Personen im vergangenen Jahrhundert waren Juden! Die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei Juden sein sollten ist 1 : 8 Millionen!


3. Auch Segen und Fluch kann man in der Weltgeschichte verfolgen, dass das Land, das die Juden vertrieben hatte, unter einen Fluch kam! Spanien regierte die Welt, aber als sie ende des 15. Jahrhunderts die Juden vertrieben dauerte es nicht lange, dass sie in einer grossen Wasserschlacht die Armada verloren. Wir sehen es auch an England, als sie den Juden den Rücken zuwendeten nach dem 1. Weltkrieg, wie ihre Grossmacht rasant zu ende ging. Man findet es immer wieder in der Weltgeschichte: Wo die Juden waren, blühte das Land auf! Aber da, wo man sie vertrieben hatte, ging es dem Land immer schlechter. Erstaunlich! Warum ist das so? Es wurde über dem Volk Gottes so verheissen!


4. das Wunder der jüdischen Geschichte ist auch ihr Land selber. In Hesekiel 36,34 steht:


„… und das verwüstete Land soll wieder bearbeitet werden, nachdem es zuvor verwüstet dalag vor den Augen aller, die vorübergingen. Dann wird man sagen:


»Dieses verwüstete Land ist wie der Garten Eden geworden, und die Städte, die [einst] verödet, ver- wüstet und zerstört waren, sind [nun] befestigt und bewohnt!« Und die Heidenvölker, die rings um euch her übrig geblieben sind, sollen erkennen, dass ich, der HERR, es bin, der das Abgebrochene aufbaut und das Verwüstete bepflanzt. Ich, der HERR, habe es gesagt und werde es auch tun!“


Palästina (das hat nichts mit den heutigen Palästinensern zu tun), wie es genannt wird und genannt wurde, nachdem die Römer die Juden vertrieben haben im Jahre 70 n.Chr.


Da unter der osmanischen Herrschaft auf allen Bäumen, die man auf dem Grundstück hatte, ein Zoll erhoben wurde - wurden alle Bäume abgerodet. So wurde aus dem blühenden Land in der Zeit Jesu rasch eine Einöde und es wohnten fast nur noch Nomaden in diesem Teil der Welt. Niemand interessierte danach Palästina. Darum war auch die UNO bereit, Palästina den Juden abzugeben.


Niemand hätte fruchtbares Land einfach einem Volk gratis geschenkt! Es war eine Wüste, die niemand interessierte! Auch die Araber hatten (damals) kein Interesse daran. Das jüdische Volk hingegen war gesegnet und das Land gehörte seit Urzeiten ihnen und, nur wenn sie dort wohnen, blüht dieses Land auf! Das ist doch genau das, was Gott vorausgesagt hat!


Auch Mark Twain, den wir zitiert haben, besuchte im Jahre 1867 und er beschrieb das Land damals als ein trostloses Gebiet, dessen Boden recht fruchtbar, aber gänzlich dem Unkraut überlassen ist, eine schweigende Trauer geweihte:


„Hier herrscht eine Trostlosigkeit, die nicht einmal der Vorstellungskraft mit dem Gepränge von Leben und Handel schmücken kann. Wir sahen auf der ganzen Strecke kein einziges menschliches Wesen!“


Das war damals das Land, bevor die Juden zurück kamen.


Es ist auch ganz interessant, der 1. Premierminister Ben Gurion, der ein Bibelkenner war, berief Wissenschafter mit einer Bibel in der Hand das Land zu erkunden. Wo in der Bibel stand, dass es da eine Quelle oder einen Brunnen gab, gingen sie hin. Ebenfalls suchten sie nach dem Wort Gottes, wo es Kupfer und Eisen geben sollte. Sie nahmen die Bibel als Wegweisung. Und so wurden alle diese Orte wieder neu entdeckt! Botaniker haben in der Bibel geschaut, was für Bäume waren damals vorhanden und sie fingen an die Bäume zu pflanzen, wie sie dies in der Bibel fanden. Sie stellten fest, das dies genau die Bäume sind, die geeignet sind für das entsprechende Klima. Je mehr sie das Land bepflanzten, desto mehr kam der Regen wieder. Zur Zeit Jesu gab es einen Früh- und einen Spätregen.


Und nun mit der neuen Bepflanzung veränderte sich das Klima wieder. Es ist ein Wunder der Geschichte, das wir mitverfolgen dürfen!











Natürlich ist die Bewahrung des Volk Gottes auch ein riesiges Wunder. Seit der Gründung des neuen Israels haben sie bereits sieben Kriege hinter sich. Schon am ersten Tag nach der Staatsgründung sind sie angegriffen worden von allen arabischen Staaten, mit einer Übermacht von 100 : 1. Die meisten Juden damals kamen aus den Kozentrationslagern und sie waren noch kränklich und schwach. Sie hatten nichts und waren keine Soldaten.


Eine Geschichte ist, dass die syrische Armee mit ca. 100 Panzern ein Dorf angriffen. Die Israeli, die nichts hatten, schossen aus dem Kibbuz mit uralten Kanonen auf den ersten Panzer und trafen ihn. Die Syrer waren gewaltig schockiert, weil sie nicht wussten, was die Israeli für Waffen haben. Die ganze Panzereinheit drehte darauf um und gingen wieder zurück.


So gibt es viele Geschichten mit solchen "kuriosen Begebenheiten"! Geschichten, wie zur Zeit Gideons (siehe in Richter 7). Der Flughafen von Lida war besetzt mit 7'000 arabischen Soldaten, die bereit waren anzugreifen. 16 Israelis haben sich als Araber verkleidet und gingen mitten in der Nacht in die Stadt hinein und machten so einen enormen Lärm, dass die Araber so verwirrt waren und sie fingen an aufeinander zu schiessen und sind darauf aus dem Flughafen geflohen.


Das Volk Israel ist ein Wunder der Geschichte und es geht zurück auf das Wort, das Gott Abraham gegeben hat! Alle Weltmächte haben versucht den Juden den Garaus zu machen, aber man schaffte es nicht. Ein kleines Häuflein sind sie und dennoch beeinflussen sie die Welt mehr den je! Keine Woche vergeht, ohne dass ein Bericht über Israel in den Medien ist. Jemand schrieb:


Die jüdische Geschichte zeigt uns, wie das jüdische Volk sich über der Gesetzen der Natur und der Gesetze der Geschichte hinweg gesetzt haben. Sie haben überlebt und diese Welt beeinflusst, obwohl sie aus ihrem Land geworfen worden sind, nicht nur einmal sondern zweimal. Sie haben die Welt mehr beeinflusst als ein anderes Volk in der Geschichte.


Die Konzepte des Wertes des menschlichen Lebens, allgemeine Bildung, Gerechtigkeit und Gleichheit, die Bedeutung und Ziel des Weltfriedens, im Gegensatz zu verherrlichtem Krieg, die Bedeutung der starken und stabilen Familien als moralisches Fundament der Gesellschaft, individuelle und nationale Verantwortung für die Welt - auch wenn sie geschlagen wurden, getötet und ins Exil von einer Nation zur andern verbannt wurden. Sie sind in allen vier Ecken der Welt nicht in Anonymität unterge-gangen. Auch das jüdische Land wurde nur fruchtbar, als das jüdische Volk es besetzte. Ist es Zufall, ist es nur Glück? Vielleicht - wäre jedoch nicht alles in der heiligen Schrift hunderte bzw. tausende von Jahren vor der Ereignissen.


Das Wunder der jüdischen Geschichte, wenn man dem allem ein bisschen nachgeht, macht es fast keinen Sinn, dass es dieses Volk überhaupt noch gibt – ausser, dass Gott zu seinem Wort steht! Die Bibel sagt, wir sollen beten für den Frieden Jerusalems.



Wir müssen und sollen Israel segnen!



Gott hat einen Plan für das Volk Israel, das Licht der Welt zu sein!


Gehen wir zum Abschluss noch zu Lukas 21,27-33 und lesen was Jesus dazu sagt:


„Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit grosser Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht. Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle Bäume! Wenn ihr sie schon ausschlagen seht, so erkennt ihr von selbst, dass der Sommer jetzt nahe ist. So auch ihr: Wenn ihr seht, dass dies geschieht, so erkennt, dass das Reich Gottes nahe ist! Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschehen ist. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen!“















Wir können unsere Häupter empor heben – Halleluja, denn unsre Erlösung naht. Jesus kommt sehr bald zurück! Es ist in unserer Zeit geschehen, dass Israel eine Nation wurde. 70 Jahre alt ist sie seit 2018 schon, das Land blüht auf für sie! Unsere Aufgabe ist es, das Evangelium zu verkünden in aller Welt. Aber bald wird wieder der Fokus des Wirken Gottes sich wieder ganz auf Israel richten, wenn die Zeiten der Nationen vorbei ist.


Die Nationen haben jetzt die Gelegenheit das Evangelium zu hören! Und die Zeit wird bald kommen, wo diese Zeit auch vorbei sein wird! Das jüdische Volk ist eines der grössten Wunder, das es überhaupt gibt! Darum ist es ganz wichtig für uns, dass wir in unserer Zeit, wo immer noch - oder immer mehr der Antisemetismus herrscht,

   

dass wir in unserem Land

                                     zu dem jüdischen Volk stehen! 


Das heisst jedoch nicht, dass wir alles gutheissen müssen, was die israelische Regierung bestimmt und was sie macht – aber, dass wir zum Volk Gottes stehen, für sie beten und ihr Land anerkennen als ihr Land!


   

Aus Tonbändern übertragen / Seminar von Peter Hasler / Zoe, 2008





Israelische  Unabhängigkeitserklärung

vom 14. Mai 1948 - Deutsche Übersetzung


Im Land Israel entstand das jüdische Volk. Hier prägte sich sein geistiges, religiöses und politisches Wesen. Hier lebte es frei und unabhängig, Hier schuf es eine nationale und universelle Kultur und schenkte der Welt das Ewige Buch der Bücher.


Durch Gewalt vertrieben, blieb das jüdische Volk auch in der Verbannung seiner Heimat in Treue verbunden. Nie wich seine Hoffnung. Nie verstummte sein Gebet um Heimkehr und Freiheit.


Beseelt von der Kraft der Geschichte und der Überlieferung, suchten Juden aller Generationen in ihrem alten Lande wieder Fuß zu fassen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte kamen sie in großen Scharen. Pioniere, Verteidiger und Einwanderer, die trotz der Blockade den Weg in das Land unternahmen, erweckten Einöden zur Blüte, belebten aufs Neue die hebräische Sprache, bauten Dörfer und Städte und errichteten eine stets wachsende Gemeinschaft mit eigener Wirtschaft und Kultur, die nach Frieden strebte, aber sich auch zu schützen wusste, die allen im Lande die Segnungen des Fortschritts brachte und sich vollkommene Unabhängigkeit zum Ziel setzte.


Im Jahre 1897 trat der erste Zionistenkongress zusammen. Er folgte dem Rufe Dr. Theodor Herzls, dem Seher des jüdischen Staates, und verkündete das Recht des jüdischen Volkes auf nationale Erneuerung in seinem Lande. Dieses Recht wurde am 2. November 1917 in der Balfour-Deklaration anerkannt und auch durch das Völkerbundmandat bestätigt, das der historischen Verbindung des jüdischen Volkes mit dem Lande Israel und seinem Anspruch auf die Wiedererrichtung seiner nationalen Heimstätte internationale Geltung verschaffte.


Die Katastrophe, die in unserer Zeit über das jüdische Volk hereinbrach und in Europa Millionen von Juden vernichtete, bewies unwiderleglich aufs Neue, dass das Problem der jüdischen Heimatlosigkeit durch die Wiederherstellung des jüdischen Staates im Lande Israel gelöst werden muss, in einem Staat, dessen Pforten jedem Juden offenstehen, und der dem jüdischen Volk den Rang einer gleichberechtigten Nation in der Völkerfamilie sichert.


Die Überlebenden des Holocaust in Europa sowie Juden anderer Länder scheuten weder Mühsal noch Gefahren, um nach dem Lande Israel aufzubrechen und ihr Recht auf ein Dasein in Würde und Freiheit und ein Leben redlicher Arbeit in der Heimat durchzusetzen.


Im Zweiten Weltkrieg leistete die hebräische Gemeinschaft im Lande Israel ihren vollen Beitrag zum Kampfe der frieden- und freiheitsliebenden Nationen gegen die Achsenmächte. Mit dem Blute ihrer Soldaten und ihrem Einsatz für den Sieg erwarb sie das Recht auf Mitwirkung bei der Gründung der Vereinten Nationen.


Am 29. November 1947 fasste die Vollversammlung der Vereinten Nationen einen Beschluss, der die Errichtung eines jüdischen Staates im Lande Israel forderte. Sie rief die Bewohner des Landes auf, ihrerseits zur Durchführung dieses Beschlusses alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen. Die damalige Anerkennung der staatlichen Existenzberechtigung des jüdischen Volkes durch die Vereinten Nationen ist unwiderruflich.


Gleich allen anderen Völkern, ist es das natürliche Recht des jüdischen Volkes, seine Geschichte unter eigener Hoheit in einem eigenen souveränen Staat selbst zu bestimmen.


Demzufolge haben wir, die Mitglieder des Nationalrates, als Vertreter der hebräischen Bevölkerung und der zionistischen Organisation, heute, am letzten Tage des britischen Mandats über Palästina, uns hier eingefunden und verkünden hiermit kraft unseres natürlichen und historischen Rechtes und aufgrund des Beschlusses der Vollversammlung der Vereinten Nationen die Errichtung eines jüdischen Staates im Lande Israel – des Staates Israel.


Wir beschließen, dass vom Augenblick der Beendigung des Mandates, heute um Mitternacht, dem sechsten Tage des Monats Ijar des Jahres 5708, dem 15. Mai 1948, bis zur Amtsübernahme durch verfassungsgemäß zu bestimmende Staatsbehörden, doch nicht später als bis zum 1. Oktober 1948, der Nationalrat als vorläufiger Staatsrat und dessen ausführendes Organ, die Volksverwaltung, als zeitweilige Regierung des jüdischen Staates wirken sollen. Der Name des Staates lautet Israel.


Der Staat Israel wird der jüdischen Einwanderung und der Sammlung der Juden im Exil offenstehen. Er wird sich der Entwicklung des Landes zum Wohle aller seiner Bewohner widmen. Er wird auf Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden im Sinne der Visionen der Propheten Israels gestützt sein. Er wird all seinen Bürgern ohne Unterschied von Religion, Rasse und Geschlecht, soziale und politische Gleichberechtigung verbürgen. Er wird Glaubens- und Gewissensfreiheit, Freiheit der Sprache, Erziehung und Kultur gewährleisten, die Heiligen Stätten unter seinen Schutz nehmen und den Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen treu bleiben.


Der Staat Israel wird bereit sein, mit den Organen und Vertretern der Vereinten Nationen bei der Durchführung des Beschlusses vom 29. November 1947 zusammenzuwirken und sich um die Herstellung der gesamtpalästinensischen Wirtschaftseinheit bemühen.


Wir wenden uns an die Vereinten Nationen mit der Bitte, dem jüdischen Volk beim Aufbau seines Staates Hilfe zu leisten und den Staat Israel in die Völkerfamilie aufzunehmen.


Wir wenden uns – selbst inmitten mörderischer Angriffe, denen wir seit Monaten ausgesetzt sind – an die in Israel lebenden Araber mit dem Aufrufe, den Frieden zu wahren und sich aufgrund voller bürgerlicher Gleichberechtigung und entsprechender Vertretung in allen provisorischen und permanenten Organen des Staates an seinem Aufbau zu beteiligen.


Wir reichen allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und zu guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitigen Hilfe mit dem unabhängigen hebräischen Volk in seiner Heimat auf.


Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.


Unser Ruf ergeht an das jüdische Volk in allen Ländern der Diaspora, uns auf dem Gebiete der Einwanderung und des Aufbaus zu helfen und uns im Streben nach der Erfüllung des Traumes von Generationen – der Erlösung Israels – beizustehen.


Mit Zuversicht auf den Fels Israels setzen wir unsere Namen zum Zeugnis unter diese Erklärung, gegeben in der Sitzung des provisorischen Staatsrates auf dem Boden unserer Heimat in der Stadt Tel Aviv.


Heute am Vorabend des Sabbat, dem 5. Ijar 5708, 14. Mai 1948.