Erkenntnis in der Nachfolge

Rudof Kaleb SCHUREK

Ruedi / Dodi


Baruch


Baruch Haba Be'Shem Adonai

Gesegnet sei Er, der im Namen des Herrn kommt


Wenn nun ihr,

die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben,

die ihn bitten!


Matthäus 7,11



Und dieses Evangelium vom Reich wird in

der ganzen Welt verkündigt werden,

zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird

das Ende kommen!           


Matthäus 24,14






Diverses:

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Februar 2018

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Erkenntnis in der Nachfolge






Wie wir in der letzten Lektion gelernt haben, stecken in jedem Menschen sehr viele Gaben. Darunter sind auch sehr wichtige Geistesgaben, die ein gläubiger Christ kennen muss und auch entsprechend einsetzen soll! Jede Gabe macht ein ganz besonderes Instrument, ein apartes Glied aus einem Christen, das für ganz besondere Aufgaben von Gott gebraucht werden kann.


Diese himmlischen Gaben werden bei Nichtgläubigen von den finsteren Mächten missbraucht, darum gibt es viele verteufelte Menschen, wie Satanisten, Zauberer, Hexen, Wahrsagerinnen, Zeichendeuter usw.


Wir haben in der letzten Lektion auch davon gesprochen, dass es sehr wichtig ist, in der Erkenntnis Gottes zu leben, da wir und unser Volk sonst umkommen, bzw. unter Flüchen und in einer Gefangenschaft des Teufels leben müssen und keine göttlichen Früchte bringen können! Ich wiederhole darum diese Worte aus dem Wort Gottes nochmals - und dies klingt in meinen Ohren wie ein Wehklagen des allmächtigen Vaters, der in grosser Verzweiflung ist um sehr viele seiner geliebten Kinder, die dem Abgrund der Hölle entgegenlaufen:


„Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis ...!"

Hosea 4:6


„Darum wird mein Volk gefangen wegziehen aus Mangel an Erkenntnis ...!"  Jesaja 5:13


Es ist beschämend, dass in vielen Kirchgemeinden die dämonische Lehre verbreit wird, dass die Zeit der Geistesgaben vorbei sei und / oder, dass dies damals nur den Jüngern Jesu gegolten habe!


So ein teuflischer Blödsinn kommt von falschen Propheten, Lehrern und Hirten, denen es gelungen ist, das Volk Gottes zu manipulieren und unbrauchbar zu machen! Jesus und auch Petrus warnen uns und sagen uns klar:


Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden! Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen - aber du weisst nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist!  Johannes 3,8


Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen - und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen!  2. Petrus 2,1


Demnach ist es sehr wichtig, dass wir im Geist Gottes getauft sind, damit wir auch in einer wahren und brauchbaren Beziehung mit dem Allmächtigen vorwärts schreiten können und uns auch für die verlorene Welt brauchen lassen! Muss das aber sein, dass über 80% der praktizierenden Christen überhaupt nicht wissen, welche Geistesgaben in ihnen stecken? Es ist sehr wichtig, dass ein wahrer und gläubiger Christ weiss, welche geistlichen Gaben der gütige Allvater in ihn gesteckt hat, denn der Geist Gottes möchte sie in ihm gebrauchen und auch verstärken. Gott will uns alle in diesen Gaben schulen - das heisst, uns lernen diese anzuwenden und damit um-zugehen.


Wie das Wort in Johannes 3,8 deutlich sagt, ist es also ein Muss, dass wir von neuem geboren worden sind! Jeder der ein neues Leben bekommen hat, weiss dies auch ganz bestimmt. Es sind auch die gleichen Menschen, die wissen, welche ihre geistlichen Gaben sind und wo der allmächtige Vater sie einsetzen möchte! Also, kann dies als eine Standort-Bestimmung des geistlichen Lebens gebraucht werden.


Über die Geisteswirkungen aber, ihr Brüder, will ich euch nicht in Unwissenheit lassen!  Korinther 12,1


Eine Gemeinde kann nicht beständig und auch wirksam aufgebaut werden, wenn die Gläubigen ihre Geistesgaben nicht richtig verstehen und sie darum nicht ausüben

(1. Korinther 12,1 – 14,40).


Jesus Christus wirkt, wenn wir die Botschaft der Errettung predigen durch Zeichen und Wunder. Diese Zeichen und Wunder sind Bestätigungen Gottes zur Errettung durch unser Wirken. Dies geschieht durch unseren Gehorsam, mit unseren Gaben und durch den Machteinfluss des allmächtigen Gottes. Es ist der einzige Schlüssel des wahren Evangeliums.


Jesus hat seine Jünger, bevor er in den Himmel entrückt wurde eingehämmert:


Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden! Wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden!


Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind:


In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden - Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden! Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber gingen hinaus und verkündigten überall - und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die begleitenden Zeichen. Amen!  Markus 16, 15-20


Da steht: „(...) und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch beleitende Zeichen!"


Welches Wort, welche Zeichen? Es ist das Versprechen des Evangeliums, das sie ausgesandt waren zu predigen, bestätigt durch anschliessendes göttliches Wirken. Viele Christen haben unbewusst ein Denken kultiviert, demgemäss diese wundervollen Gaben und Reaktionen des Geistes nur in den Gemeinden drinnen seien.


So ein dämonischer Blödsinn!


Sicher offenbart sich der Heilige Geist in mancher Weise, wenn wir in Gemeinden zusammen kommen. Wenn wir aber dem biblischen Muster treu sind, sollten wir die Gaben des Geistes vor allem ausserhalb der Gemeinde erwarten und auch praktizieren und - auf wunderbare Weise erleben! Wir sollten erwarten, es erfahren und vertrauen, dass da in der Welt draussen mehr geschieht als in den festgefahrenen traditionellen Kirchen drinnen.



Jesus unser Rabbuni will uns Mut machen, indem uns diese himmlischen Zeichen und Wunder begleiten werden.  Ja, es braucht Mut das ganze Evangelium zu leben - Übung macht den Meister! Er steht neben uns und hält uns, wenn wir fallen!


Jesus will von uns, dass wir das wahre und ganze  Evangelium predigen - das heisst, dass also Zeichen und Wunder geschehen, wenn das wahre Evangelium gelehrt wird!


Frage: In wie vielen Gemeinden wird heute das wahre Evangelium gepredigt? Wie viele der jetzigen Christen glauben dies und handeln auch danach? In wie vielen Gemeinden folgen der Verkündigung des Wortes Zeichen und Wunder? Sehr viele Gemeinden fischen nur mit List in ihrem kleinen Taufbecken!


Die Verlorenen, die Kranken, die Süchtigen und die Notleidenden sind draussen in der verlorenen Welt. Um die Verworfenen und Verstockten zu gewinnen, müssen wir zu ihnen hingehen. Gott hat grosses Interesse an verletzten Menschen, darum will er, dass wir hinausgehen und uns von ihm mächtig brauchen lassen!


Jesus sagte ganz klar, dass wir in die Welt gehen und das Evangelium predigen sollen. Die Welt ist das fruchtbare Feld und, die letzte Ernte auf dem Feld ist reif! Was die geistlichen Gaben angeht, so wird Gott unter uns wirken, denn er ist treu, wenn wir uns brauchen lassen! Wenn wir mit unserem Tun keine Erlösung von Seelen hervor bringen, dann versäumen wir unsere göttliche Krönung!


Wir werden über das Geisteswirken durch die Gaben reden und darüber, wie wir sie der verlorenen und sterbenden Menschheit bringen können immer mit dem Blick auf das riesige Erntefeld! Gott will uns in einigen Dingen nicht in Zweifelhaftem und Ungeklärtem lassen – und dies betrifft vor allem auch die Gaben des Heiligen Geistes, mit denen er uns zusammen mit andern Christen brauchen möchte als einen aktiven Leib. Und ein Körper wird erst dann wirklich brauchbar, wenn sich die einzelnen Glieder bewegen können!


Denn gleichwie wir an einem Leib viele Glieder be-sitzen, nicht alle Glieder aber dieselbe Tätigkeit haben, so sind auch wir, die vielen, ein Leib in Christus, und als Einzelne untereinander Glieder, wir haben aber verschiedene Gnadengaben gemäss der uns verliehenen Gnade; wenn wir Weissagung haben, [so sei sie] in Übereinstimmung mit dem Glauben - wenn wir einen Dienst haben, [so geschehe er] im Dienen; wer lehrt, [diene] in der Lehre; wer ermahnt, [diene] in der Ermahnung; wer gibt, gebe in Einfalt; wer vorsteht, tue es mit Eifer; wer Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit!  Römer 8, 4-8


Diese Geistesgaben muss­ten schon in der Zeit der ersten Gemeinden unterschieden werden von okkulten, mystischen Erfahrungen der heidnischen Religionen, den übernatürlichen Ekstasen (übersinnliche Kontaktaufnahme mit der geistlichen Welt durch Berauschung und Sexualpraktiken) und der Schwärmerei (Wahrsagerei, Träume, Offenbarungen, Visionen usw.).


Die aufgezählten Kategorien von Begabungen sind keine na­türlichen Talente oder Fähigkeiten, die Gläubige und Ungläubige glei­chermassen besitzen. Diese Geistesgaben werden vom Heiligen Geist in eigenständiger und übernatürlicher Weise allen Gottergebenen verliehen. Dadurch werden sie befähigt, sich gegenseitig geistlich aufzubauen und damit auch den Herrn unseren wahren Schöpfer zu ehren!




Die Mannigfaltigkeit der Geistesgaben kann in zwei Kategorien unterteilt werden:


(1.) Redegaben und Dienstgaben.  Die Gesprächsgaben (Weissagung, Erkenntnis, Weisheit,  Ermahnung und Lehre) und (2.) die Dienstgaben (Leitung, Hilfeleistungen, Mitteilungen, Barmherzigkeit, Glauben und Unterscheidung der Geister) sind alle ständigen Gaben, die im gesamten Zeitalter der Gemeinde ausgeübt werden. Die Absicht ist die Auferbauung der Glaubensgemeinde und natürlich die Verehrung Gottes.


Manche Gläubige sind vielleicht grundsätzlich gleich begabt wie andere, aber persönlich einzigartig, da der Geist jede Gnadengabe spezifisch auf jeden Gottesfürchtigen zuschneidet. Wirkungen von Wundern, Heilungen, Sprachenreden und die Auslegung von Sprachenreden sind Zeichengaben. Ihr Zweck ist es, die Botschaft des Evangeliums als wahres Wort Gottes unter Beweis zu stellen.


Damit sie ihre Aufgabe erfüllen können, gibt der Allmächtige den Glaubensstarken individuelle Dienst- und Wirkungsbe­reiche, in welchen sie ihre Begabungen einsetzen können, und er bietet reichhaltige Fähigkeiten zur Kräftigung der Frommen. Alle Gaben, Dienste oder Wirkung kommen als Geistesgaben vom Heiligen Geist. Da die Menschen, denen mit diesen Gaben gedient wird, geistlich davon profitieren, bewirken die Gaben, dass der Heilige Geist in der Gemeinde erkannt, verstanden und wahrgenommen wird.


In der Studienbibel John Mac Arthur stehen einige Auslegungen der Geistesgaben mit Bezugnahmen im Wort Gottes (bezogen auf 1. Korinther 12 +13). Ich habe jedoch auch falsche Lehre gefunden und diese nicht aufgeführt:


Liebe

Geistesgaben waren in Korinth vorhanden (1,7); sogar die richtige Lehre war da (11,2); aber die Liebe fehlte. Deshalb kam es zu den Streitereien und Auswüchsen von Selbstsucht und Stolz, von denen die Gemeinde geplagt wurde – insbesondere auf dem Gebiet der Geis­tesgaben (s. Anm. zu 12,14-31). Anstatt selbstsüchtig und neidisch nach imposanten Gaben zu gieren, sollten die Gläubigen nach dem Großar­tigsten überhaupt streben – nach gegenseitiger Liebe. Viele halten dieses Kapitel für das literarisch herausragendste Schriftstück, das Paulus jemals verfasste. Es steht inmitten seiner ernsten Auseinandersetzung über die Geistesgaben (Kap. 12-14). Nachdem er die Verleihung von Gaben er­klärt hat (Kap. 12) und bevor er die Funktion der Gaben behandelt (Kap. 14), widmet er sich der Haltung, die für alle Dienste in der Gemeinde erforderlich ist (Kap. 13). Selbstverleugnende Liebe, die mehr auf das Geben ausgerichtet ist als auf das Nehmen (Joh 3,16; vgl. 14,1; Mt 5,44.45; Joh 13,1.34.35; 15,9; Röm 5,10; Eph 2,4-7; Phil 2,2; Kol 3,14; Hebr 10,24). Das Wort war nicht beliebt und wurde daher in der antiken gr. Kultur nur selten verwendet, aber im NT kommt es häufig vor. Ohne Liebe wäre unser Reden einfach nur ein Geräusch, so redegewandt man in seiner eigenen oder in einer Fremdsprache (sogar in einer hypothetischen Engelssprache) auch sein mag. Zur Zeit des NT wurden heidnische Gottheiten wie Kybele, Bacchus und Dionysus mit ritualistischen ekstatischen Klängen verehrt, die von Gongs, Becken und Trompeten begleitet wurden. Doch wenn die Korinther nicht in Liebe sprachen, wäre ihr Reden nicht besser als das Geplapper und Geklapper heidnischer Rituale.

Als Wesensmerkmal Gottes ist die Liebe beständig und unzerstörbar. Die Liebe überdauert alles Versagen (vgl. 1Pt 4,8; 1Joh 4,16). Paulus bekräftigt die Beständigkeit der Liebe durch einen Vergleich mit den Geistesgaben, die den Korinthern so viel be­deuteten: Weissagung, Erkenntnis und Sprachenreden, sie alle werden aufhören. Die Form der verwendeten gr. Verben weist darauf hin, dass man zwischen dem Aufhören von Weissagung und Erkenntnis einerseits und von Sprachenrede andererseits unterscheiden kann. Weissagung und Erkenntnis werden beide »weggetan werden«. In beiden Fällen zeigt das Verb, dass irgendetwas diese beiden Gaben »wegtun« wird. Aus V. 9.10 geht hervor, dass das, was Erkenntnis und Weissagung wegtun wird, »das Vollkommene« ist. Wenn das Vollkommene kommt, werden diese Gaben außer Kraft gesetzt. Das »Vollkommene« ist nicht die Vollendung der Bibel, da diese beiden Gaben derzeit noch in Kraft sind und auch im künftigen Reich bleiben (vgl. Joe 2,28; Apg 2,17; Offb 11,3). Die Bibel ermöglicht uns nicht, Gott »von Angesicht zu Angesicht« zu sehen oder Gott so vollkommen zu kennen, wie er uns kennt (V. 12). Das »Vollkommene« ist nicht die Entrückung der Gemeinde oder die Wiederkunft Christi, denn im darauf folgenden Reich wird es immer noch viele Prediger und Lehrer geben (vgl. Jes 29,18; 32,3.4; Joe 2,28; Offb 11,3). Das Vollkommene muss der Ewigkeitszustand sein, wenn wir in der Herrlichkeit Gott von Angesicht zu Angesicht sehen (Offb 22,4) und in der neuen, ewigen Schöpfung zur vollen Erkenntnis gelangt sind. Genau wie ein Kind im Erkennen und Verstehen bis zur ausgereiften Verstandeskraft wächst, so werden die Gläubigen eine vollkommene Erkenntnis erlangen und keine derartige Gabe mehr nötig haben.


Wort der Weisheit

»Wort« weist auf eine Redegabe hin (s. Anm. zu V. 4; vgl. 1Pt 4,11). Im NT bezeichnet »Weisheit« meistens die Fähigkeit, Gottes Wort und Willen zu verstehen und diese Erkenntnis in rechter Weise aufs Leben anzuwenden (vgl. Mt 11,19; 13,54; Mk 6,2; Lk 7,35; Apg 6,10; Jak 1,5; 3,13.17; 2Pt 3,15).

Wort der Erkenntnis. Im 1. Jhdt. konnte diese Gabe offenbarenden Charakter haben, aber heute ist sie lediglich die Fähigkeit, Gottes Wahrheit zu verstehen und zu verkündigen. Dazu gehört Einsicht in die Geheimnisse seines Wortes, die ohne Offenbarung von Gott nicht bekannt wären (Röm 16,25; Eph 3,3; Kol 1,26; 2,2; 4,3; vgl. 13,2). Bei Erkenntnis geht es hauptsächlich um das Begreifen der Bedeutung der Wahrheit; bei Weisheit hingegen geht es vorwiegend um die praktische Überzeugung und die Anwendung aufs Verhalten.


Glauben

Im Unterschied zu rettendem oder bewahrendem Glauben, den alle Gläubigen haben, wird diese Gabe in stetigem Gebet und beharrlicher Fürbitte ausgeübt und geht einher mit einem starken Vertrauen auf Gott inmitten schwieriger Umstände (vgl. Mt 17,20).


Heilungen

Eine zeitweilige Zeichengabe, die angewendet wurde von Christus (Mt 8,16.17), den Aposteln (Mt 10,1), den siebzig Jüngern (Lk 10,1) und einigen wenigen Anhängern der Apostel, wie z.B. Philippus (Apg 8,5-7). Diese Fähigkeit wurde als Gabe bezeichnet, die den Aposteln zu Eigen war (vgl. 2Kor 12,12). Heute haben Christen zwar die Gabe der Heilungen nicht mehr, aber Gott hört und beantwortet gewiss die vertrauensvollen Gebete seiner Kinder (s. Jak 5,13-16). Manche meinen, Heilungen sollten alltäglich sein und auf allen Gebieten erwartet werden, aber das stimmt nicht. Körperliche Heilungen sind im AT äußerst selten; wir lesen dort nur von einigen wenigen Heilungen. Vor dem Kommen Christi waren Heilungen nie alltäglich gewesen. Nur während des Erden­lebens Jesu und seiner Apostel war eine explosionsartige Häufung von Heilungen zu verzeichnen. Dieses Phänomen entsprach der besonderen Notwendigkeit, dass der Messias und die erste Predigt des Evangeliums beglaubigt werden mussten. Jesus und seine Apostel verbannten die Krankheiten kurzzeitig aus Palästina, doch das geschah während des großartigsten Abschnitts der Heilsgeschichte, der eine besondere Beglau­bigung erforderte. Wenn Heilungen etwas Alltägliches wären, dann wäre auch die Ankunft des Heilands nichts Besonderes. Diese Gabe gehörte zu den Zeichengaben, die sich nur auf jene Zeit beschränkten. Die Gabe der Heilungen wurde niemals allein zum Zweck der körper-lichen Wiederher­stellung von Kranken eingesetzt. Paulus war krank, heilte sich jedoch nie selbst und bat auch niemand anderen, ihn zu heilen. Sein Freund Epa­phroditus war todkrank (Phil 2,27) und Paulus heilte ihn nicht. Gott griff ein. Als Timotheus krank war, heilte Paulus ihn nicht, sondern empfahl ihm, etwas Wein zu verwenden (1Tim 5,23). Paulus ließ Trophimus »in Milet krank zurück« (2Tim 4,20). In Paulus’ Dienst waren Heilungen nicht an der Tagesordnung, sondern geschahen dann, wenn er in ein neues Gebiet kam, z.B. Melite (Malta), wo das Evangelium und sein Prediger ei­ne Beglaubigung brauchten (s. Apg 28,8.9). Dies war die erste erwähnte Heilung seit der Heilung des Gelähmten in Lystra (Apg 14,9), die sich im Zusammenhang mit der Ankunft des Paulus und der Evangeliumspredigt in diesem Gebiet ereignete. Vor dieser Begebenheit war die letzte Heilung die des Äneas durch Petrus in Apg 9,34 und die Auferweckung der Ta­bitha in 9,41. Sie waren Bestätigungen Gottes, damit die Menschen dem Evangelium glaubten, das Petrus ver-kündete (9,42).


Wunderkräfte

Diese zeitweilige Zeichengabe bewirkte durch Gottes Kraft ein übernatürliches Geschehen, das nicht anders erklärt werden konnte als durch ein Eingreifen Gottes. Auch diese Gabe hatte den Zweck, Christus und die apostolischen Verkündiger des Evan­geliums zu bestätigen. Joh 2,11 besagt, dass Jesus sein erstes Wunder­zeichen in Kana tat, um »seine Herrlichkeit zu offenbaren« – und nicht zur Erhöhung der Festfreude (vgl. den Zweck der in seinem Evangelium aufgeschriebenen Wunder Jesu; Joh 20, 30.31). Apg 2,22 bestätigt, dass Jesus Wunder tat, um zu »beglaubigen«, dass Gott durch ihn wirkte, damit die Menschen an ihn als ihren Herrn und Retter glaubten. Jesus vollbrachte Wunder und heilte nur während der drei Jahre seines Dienstes und nicht in den vorausgegangenen 30 Jahren. Seine Wunder begannen mit seinem Dienst. Obgleich Jesus Wunder im Bereich der Natur wirkte (er verwandelte Wasser in Wein, schuf Brot, ging auf dem Wasser, fuhr in den Himmel auf), wird von keinem Apostel auch nur ein einziges derartiges Wunder berichtet. Welche Art von Wundern wirkten die Apostel? Die Antwort liegt im Wort »Wunder«, was soviel wie »Kraft« bedeutet und häufig im Zusammenhang mit Dämonenaustreibung steht (Lk 4,36; 6,18; 9,42). Es ist genau die Kraft, die der Herr den Jüngern gab (Lk 9,1; 10,17-19; vgl. Apg 6,8; 8,7; 13,6-12). S. Anm. zu Apg 19,14-16.


Weissagung

Das gr. Wort – dasselbe wie »Prophetie« – bedeutet einfach »heraussagen« oder »öffentlich verkündigen« und erhielt irgendwann im Mittelalter den Beiklang der Zukunftsvorhersage. Seit der Vollendung der Bibel ist Prophetie kein Mittel mehr für neue Offenbarungen, sondern beschränkt sich auf die Verkündigung dessen, was im geschriebenen Wort bereits offenbart ist. Auch die biblischen Propheten waren Prediger, Verkündiger der Wahrheit Gottes, sowohl durch Offenbarung als auch durch Wiederholung. AT-Propheten wie Jesaja, Jeremia und Hesekiel verbrachten ihr Leben mit der Verkündigung von Gottes Wort. Nur ein vergleichsweise kleiner Teil ihrer Verkündigung ist in der Bibel als Gottes direkte Offenbarung aufgezeichnet. Sie müssen diese Wahrheiten ständig wiederholt und aufs Neue betont haben, so wie heutige Prediger das biblische Wort Gottes wiederholen, erklären und nachdrücklich betonen. Die beste Definition dieser Gabe steht in Kap. 14,3; ihre Wichtigkeit wird in 14,1.39 herausgestellt. Ihre höhere Bedeutung im Vergleich zu anderen Gaben, insbesondere zur Gabe der Sprachenrede, ist Thema von Kap. 14. S. Anm. zu 1Th 5,20; Offb 19,10.


Geister zu unterscheiden

Satan ist der große Verführer und Betrüger (Joh 8,44) und seine Dämonen täuschen Gottes Botschaft und Wirken nach. Christen mit der Gabe der Geisterunterscheidung haben die von Gott gegebene Fähigkeit, Lügengeister zu erkennen und verführerische und irrige Lehren zu identifizieren (vgl. Apg 17,11; 1Joh 4,1). In Apg 16,16-18 gibt Paulus ein Beispiel für den Einsatz dieser Gabe und Petrus übt sie in Apg 5,3 aus. Da sie in der korinthischen Gemeinde nicht aus­geübt wurde, kam es dort zu groben Verzerrungen der Wahrheit (s. V. 3; 14,29). Wenngleich die Wirkungsweise dieser Gabe sich verändert hat, nachdem die Bibel am Ende der apostolischen Zeit vollendet wurde, ist es immer noch höchst wichtig, Gläubige mit Unterscheidungsvermögen in der Gemeinde zu haben. Sie sind die Wächter und Hüter, die die Gemeinde vor dämonischen Lügen, falschen Lehren, entarteten Sekten und fleischlichen Elementen bewahren. Genau wie bei den Gaben der Erkenntnis, Weisheit, Predigt und Lehre, erfordert auch die Ausübung dieser Gabe ein fleißiges Bibelstudium. S. Anm. zu 1Th 5,20-22; Apg 17,11.


Sprachen der Menschen

Vgl. 12,10.28; 14,4-33. Dass es sich bei dieser Gabe um eine echte Sprache handelte, wird aus Apg 2,4-12 deutlich (s. Anm. dort) und wird hier bestätigt, da Paulus sie als Sprache »von Menschen« bezeichnet. Das ist ein klarer Hinweis auf eine menschliche Sprache. Sie war die Gabe, welche die Korinther so hoch bewerteten, so arg missbrauchten und so zum eigenen Schaden nach­ahmten. Die Fähigkeit, in einer dem Redenden unbekannten Sprache zu sprechen, gab Gott als Zeichen, das nur in einer begrenzten Zeit Sinn hatte (s. Anm. zu 14,1-33).


Sprachen der Engel

Paulus spricht rein hypothetisch. Es gibt in der Bibel keine Lehre von einer speziellen Engelssprache, die Menschen nicht erlernen könnten.


Auslegung der Sprachen

Diese zeitweiligen Zeichengaben verwendeten normale Wörter zum Sprechen in einer Fremdsprache und zur Übersetzung dieser Fremdsprache. Wie die ande­ren Zeichengaben (Wunder, Heilungen) galten sie der Beglaubigung der Wahrheit und ihrer Verkündiger. Die wahre Gabe der Sprachenrede wird in Apg 2,5-12 eindeutig als tatsächliche Sprache identifiziert, was die göttliche Natur des Evangeliums bestätigte. Aufgrund täuschend ähn­licher Phänomene in der umgebenden heidnischen Kultur wurde diese Gabe in Korinth jedoch übermäßig erhöht und stark missbraucht. Hier führt Paulus sie als Gabe auf, aber er erörtert sie detailliert im gesamten Kap. 14. S. Anm. zu 14,1-29.


Hilfeleistung, Verwaltung

Diese weniger öffentlichen Gaben stehen hier zwischen den öffentlichen Wirkungen des Geistes, um ihre ent-scheidende Wichtigkeit herauszustellen (V. 22). »Hilfeleistungen« sind Befähigungen zum Dienst. Die Gabe des Dienstes in Röm 12,7 fällt tatsächlich in dieselbe Kategorie. »Verwaltung« ist Leiterschaft. Das Wort stammt von dem gr. Ausdruck für »ein Schiff steuern« (Apg 27,11) und bezeichnet jemanden, der gemeindliche Dienste effektiv leiten kann.


Apostel, Lehrer, Propheten

S. Anm. zu Eph 4,11. Ihr Sinn und Zweck war: 1.) Die Grundlage für die Gemeinde zu legen (Eph 2,20), 2.) die Offenbarung des Wortes Gottes zu empfangen und zu verkündigen (Apg 11,28; 21,10.11; Eph 3,5) und 3.) dieses Wort durch Zeichen und Wunder zu beglaubigen (2Kor 12,12; vgl. Apg 8,6.7; Hebr 2,3.4). »Apos­tel« bedeutet in erster Linie die vom Herrn erwählten 12 plus Paulus und Matthias (Apg 1,26). S. Anm. zu Röm 1,1. In weiterem Sinne bezeichnet der Begriff auch andere, die als Boten der Gemeinde dienten: Barnabas (Apg 14,14), Silas und Timotheus (1Th 2,6) und andere (Röm 16,7; 2Kor 8,23; Phil 2,25). Die Apostel Christi waren die Quelle der Gemeindelehre (Apg 2,42); die Apostel der Gemeinde (2Kor 8,23) waren ihre ersten Führer. »Propheten« waren besonders begabte Männer in den örtlichen Gemeinden, die das Wort Gottes verkündeten (Apg 11,21-28; 13,1). Jede Botschaft, die von einem Propheten verkündet wurde, musste durch das Wort der Apostel beurteilt werden (s. Anm. zu 14,36.37). Lehrer. Sie konnten identisch sein mit den Hirten-Lehrern (s. Anm. zu Eph 4,11), aber wahrscheinlich sind hier im weiteren Sinn alle gemeint, die zur Be­lehrung in der Gemeinde begabt sind, ob sie nun ein Hirtenamt haben oder nicht.


Geistesgaben sind also göttliche Befähigungen zum Dienst, die der Heilige Geist allen Gläubigen in be­stimmtem Masse verleiht. Sie stehen vollständig unter seiner Herrschaft und müssen zum Aufbau der Gemeinde und zur Verherrlichung Christi eingesetzt werden! Alle diese Gnadengaben, alle diese Geisteswirkungen (wie man die Gaben des Heiligen Geistes auch nennt) sind durch gleichen Geist gewirkt. Und, der Geist Gottes teilt die Gaben so aus, wie er es für richtig findet – nicht wie wir es gerne hätten.


Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der jedem persönlich zuteilt, wie er will!  1. Korinther 12,4-11


Im Buch des 1. Korinther in den Kapiteln 12 - 14 finden wir zusammenhängende Erklärungen über die Gaben und deren Anwendung und das Wirken. Im Kapitel 12 wird über die Gaben gesprochen. Das Kapitel 13 beschreibt jedoch die Haltung, wie die Gaben ausgeführt werden sollen – man könnte dem auch sagen, mit welcher Einstellung! Es muss eine brauchbare Geisteseinstellung sein und dies geht nur mit Liebe, vor allem auch zum Nächsten!


Die wichtigste aller Gaben ist also die Liebe - nichts Brauchbares im Glauben können wir ohne die Liebe tun!


Haben wir zum Beispiel die Gabe der Erkenntnis oder die Gabe der Geistesunterscheidung, können wir diese nur mit Liebe anwenden – da wir sonst jemanden verletzen könnten. Die Liebe ist also wie eine Isolation um ein gefährliches Stromkabel. Die Liebe schützt vor gefährlichen Verletzungen, wenn einem Gläubigen die Wahrheit offenbart werden muss. Dazu wird die Gabe der Liebe eingesetzt um vor geistlichen Verwundungen zu schützen. Das Kapitel 14 beschreibt, wie man mit der Zungensprache umgehen soll.


Das richtige Verständnis und die richtige Ausübung echter, geistlicher Liebe war zur Zeit der ersten Kirchgemeinden unverzichtbar für den richtigen Einsatz der Gaben und sogar für eine richtige Erkenntnis aller Dinge Gottes. Das gilt auch zur heutigen Zeit in unseren Gemeinden, in unserem Leben mit dem allmächtigen Vater!


Das wahre Evangelium wird also nur durch die Kraft von Zeichen und Wundern gepredigt, das sehen wir aus sehr vielen Bibelstellen. Gott bestätigt durch das Eingreifen durch den Heiligen Geist. Auch Paulus schrieb sehr verständlich:


Denn ich würde nicht wagen, von irgendetwas zu reden, das nicht Christus durch mich gewirkt hat, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk, in der Kraft von Zeichen und Wundern, in der Kraft des Geistes Gottes …!  Römer 15,18-19


Jesus sagt auch zu uns unverblümt und mit erhobenem Zeigefinger:


Blinde werden sehend und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote werden auferweckt, und Armen wird das Evangelium verkündigt. Und glückselig ist, wer nicht Anstoss nimmt an mir!

Matthäus 11,5-6






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